Die Jugendfeuerwehr der Stadt Kamen hat am heutigen Samstag (24.08.2019) ihre alljährliche Stadtübung durchgeführt; in diesem Jahr auf dem Gelände des Kamener Unternehmens KAREIMA in der Herbert-Wehner-Straße.

Angenommen wurde, dass dort unterhalb einer Remise ein Firmenfahrzeug zu brennen begonnen hat. Bei Eintreffen der ersten Einheiten hatte sich der vollentwickelte Fahrzeugbrand bereits auf eine angrenzende Halle ausgebreitet. Eine weitere Halle war verraucht; zehn Mitarbeiter des Unternehmens wurden innerhalb der Hallen vermisst.

Die Jugendfeuerwehr, die mit insgesamt vier wasserführenden Fahrzeugen, einem Rüstwagen, der Drehleiter und einem Einsatzleitwagen anrückte, führte – teilweise unter Atemschutz – sofort Maßnahmen zur Menschenrettung durch. Parallel wurde die Brandbekämpfung von mehreren Seiten vorbereitet – sowohl im Innen- als auch im Außenangriff. Dazu wurde Wasser aus Hydranten entnommen. Insgesamt wurden acht Strahlrohre und ein Wasserwerfer von der Drehleiter aus zur Brandbekämpfung eingesetzt.

Letztendlich konnten alle vermissten Personen gerettet werden. Zudem konnten durch die Brandbekämpfungsmaßnahmen der Jugendfeuerwehr der Brand an dem Firmenfahrzeug und in der ersten Halle gelöscht sowie die weitere Ausbreitung des Brandes auf die zweite Halle verhindert werden. Nach rund anderthalb Stunden hieß es dann schon »Feuer aus«.

Der Stadtübung, die die Jugendfeuerwehr jedes Jahr am Ende der Sommerferien durchführt, ging auch dieses Mal eine gründliche und zeitintensive Vorbereitung durch den Löschzug Kamen-Mitte/Südkamen voraus.

An der Übung beteiligten sich 30 Kinder und Jugendliche der Jugendfeuerwehren aller drei Kamener Stadtteile sowie 14 Betreuerinnen und Betreuer, die auch die Fahrzeuge bedienten.

Beobachter der Übung waren die Bürgermeisterin der Stadt Kamen, Frau Elke Kappen, die Beigeordnete Frau Hanna Schulze, die beiden Leiter der Feuerwehr Kamen Rainer Balkenhoff und Armin Gartmann sowie weitere Führungskräfte der Feuerwehr Kamen. Diese zeigten sich wieder einmal beeindruckt von dem feuerwehrtechnischen Geschick, mit dem die Jugendfeuerwehr das Übungsszenario abarbeitete.

Die alljährliche Stadtübung ist für die Kinder und Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Kamen im Alter zwischen 10 und 17 Jahren stets ein »Highlight«, in dessen Rahmen sie das zuvor erlernte Fachwissen praxisnah anwenden können.

An dieser Stelle bedankt sich die Feuerwehr Kamen ganz besonders bei dem Kamener Unternehmen KAREIMA, das auf die Anfrage, ob die Jugendfeuerwehr Kamen auf dem Firmengelände üben darf, nicht überlegt, sondern direkt zugesagt hat.

Auch für die kommenden Jahre suchen wir immer wieder zum Ende der Sommerferien geeignete Übungsobjekte.